Aufarbeitung pädosexuelle Gewalt

Aktuelles und Termine

• Auf den diesjährigen bundesweiten Kinderschutztagen unseres Verbandes Ende Mai in Aachen hat die DKSB-AG Aufarbeitung, der auch unser Geschäftsführer angehört, das Fachforum “Aufarbeitung” veranstaltet. Auf diesem hatten die Teilnehmer*innen noch einmal die Möglichkeit , über den Bericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zu pädophilen Forderungen und Handlungen im DKSB in den 80er Jahren zu sprechen. Es bestand Einigkeit darin, dass dieser hilfreich war, weil er notwendige Anregungen zur angestrebten Aufarbeitung gegeben hat. Diese hat insbesondere die AG Aufarbeitung geleistet. So haben deren Mitglieder auf dem Fachforum u.a. zu den Äußerungen und Handlungen von “deutungsmächtigen” Personen im damaligen DKSB (z.B. Präsident Walter Bärsch) Stellung genommen. Insbesondere hat die AG deutlich gemacht, dass andere im DKSB Handelnde damals nicht eingeschritten sind. Daraus ergab sich zwingend die Frage nach den dies begünstigenden Strukturen im Verband (damals und heute), so dass die AG Aufarbeitung auf der Mitgliederversammlung des DKSB Bundesverbandes (mit Erfolg) einen Antrag auf Einrichtung einer Strukturkommission gestellt hat. Diese soll notwendige Handlungsschritte zum Abbau der strukturellen Defizite und Schwachstellen im Verband aufzeigen und Wege der Umsetzung empfehlen. Die Kommission wird sich auf der Grundlage dieses Auftrages insbesondere mit den Bereichen Kommunikation, Beteiligung, Transparenz, Wissensmanagement, Qualität, Verbindlichkeit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit befassen. (27.5.2016).
• Am 15.4.2016 hat der Geschäftsführer unseres Ortsverbandes, Dieter Kaiser, an der 11. Sitzung der bundesweiten AG Aufarbeitung  in Frankfurt teilgenommen. Deren Aufgaben sind unten näher beschrieben. Schwerpunkt der Sitzung war noch einmal die Vorbereitung des Fachforums „Aufarbeitung“, das die AG am 20.5.2016 im Rahmen der bundesweiten Kinderschutztage des DKSB veranstalten wird. (18.4.2016)
• In den Osterferien hat unser Geschäftsführer eine interne Arbeitshilfe „Beschwerdemanagement“ erstellt, mit der sich das Team unserer Beratungsstelle und Mitarbeiter*innen von Arbeitsgruppen unseres Vereins in den nächsten Wochen auseinandersetzen werden. Unser Ziel ist es, Anfang des 2. Halbjahres 2016 im Münsteraner Kinderschutzbund  Beschwerdeverfahren zu implementieren. Wir verstehen diese auch als einen weiteren Präventions-Baustein zum Schutz vor Sexueller Gewalt und/oder Machtmissbrauch durch Mitarbeiter*innen. (18.4.2016)
• Auf den bundesweiten Kinderschutztagen des DKSB im Mai 2016 wird sich die AG Aufarbeitung auf einem Fachforum mit den Delegierten aus den DKSB-Orts- und Kreisverbänden über den Stand der Aufarbeitung im Kinderschutzbund austauschen und Weichen stellen für die weitere Arbeit im Verband zu dieser so wichtigen Aufgabe. Auf der Sitzung der AG Aufarbeitung am 17.2. wurde u.a. dieses Fachforum vorbereitet. (25.2.2016) 
• Zwischenzeitlich hat der Geschäftsführer unseres Ortsverbandes, Dieter Kaiser, an der 9. Sitzung der bundesweiten AG Aufarbeitung am 3.12.2015 in Frankfurt teilgenommen. Deren Aufgaben sind unten näher beschrieben. Schwerpunkt der neunten Sitzung war die Einordnung der erhaltenen Rückmeldungen zum Bericht des Göttinger Instituts von Privatpersonen, aus dem DKSB und von anderen Verbänden. Das nächste Treffen der AG Aufarbeitung wird im Februar in Frankfurt stattfinden. (15.12.2015)
• Die umfangreiche Dokumentation der Fachtagung des DKSB-Bundesverbandes „Kinderschutz vor neuen Herausforderungen“ im Mai 2015 liegt nun vor. In der genannten Fachtagung hat sich unser Verband der Aufarbeitung der Vorwürfe über die Einflussnahme pädophiler Netzwerke im DKSB in den 1980er-Jahren gewidmet, die Bedingungen und Voraussetzungen des Kinderschutzes von „heute“ diskutiert und Anforderungen sowie Rahmenbedingungen für den Kinderschutz von „morgen“ entwickelt.Das Ziel der Fachtagung war die Weiterentwicklung des präventiven Kinderschutzes in Bezug auf Information und Qualifizierung all derjenigen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sowie die Angebotsentwicklung innerhalb und außerhalb des Verbandes zum besseren Schutz von Mädchen und Jungen vor Missbrauch und Gewalt. (15.12.2015) Flyer Fachtag• Die Ausgabe 3/2015 der DKSB-Verbandszeitschrift widmet sich ausschließlich der Präsentation des Berichts „Umfang, Kontext und Auswirkungen pädophiler Forderungen innerhalb des Deutschen Kinderschutzbundes am 13.5., der DKSB-Fachtagung „Kinderschutz vor neuen Herausforderungen” am 14.5. und 15.5. und den anschließenden Kinderschutztagen unseres Verbandes. Sie können sich die sehr aussagekräftige KSA-Ausgabe anschauen.• Zwischenzeitlich hat der Geschäftsführer unseres Ortsverbandes, Dieter Kaiser, an der Sitzung der bundesweiten AG Aufarbeitung am 28.8. teilgenommen. Diese setzt sich intensiv mit dem Bericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung auseinander und wird auf dieser Grundlage Themen benennen, mit denen sich der DKSB in den nächsten Monaten intensiver befassen muss. Ziel wird es sein, auf den Kinderschutztagen ein Fachforum zur Aufarbeitung anzubieten, auf dem sich die Teilnehmer*innen mit potentiellen strukturellen und konzeptionellen Schwachstellen unseres Verbandes auseinandersetzen werden. Das nächste Treffen der AG Aufarbeitung wird am 3.12. in Frankfurt stattfinden. (22.09.2015)

 

• In den nächsten Monaten werden wir in unserem Ortsverband Beschwerdeverfahren für Kinder, Jugendliche und Eltern entwickeln. Auf unserem GruppenForum am 14.9. hatten wir hierzu einen ersten Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen unseres Ortsverbandes. Wir verstehen ein gutes „Beschwerdemanagement“ auch als einen Präventionsbaustein gegen (sexuelle) Übergriffe auf Kinder und Jugendliche durch eigene Mitarbeiter*innen. (22.09.2015)

 

• Wir begrüßen es sehr, dass unser Bundesverband dem ergänzenden Hilfesystem des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend für Betroffene sexuellen Missbrauchs in Institutionen (EHS) beigetreten ist. Parallel dazu bleiben Paula Honkanen-Schoberth und Claudia Lasner-Tietze in unserem Bundesverband AnsprechpartnerInnen für Betroffene, die in einem Orts-/Kreisverband des Kinderschutzbundes Opfer von Gewalt geworden sind. (22.09.2015)

 

• Nach der Präsentation des Berichts und im Vorfeld der diesjährigen Kinderschutztage unseres Verbandes hat am 14. und 15. Mai 2015 die zweitägige Fachtagung „Kinderschutz vor neuen Herausforderungen“ stattgefunden. Im Rahmen der Tagung hat sich der DKSB auch mit der Frage der versuchten Einflussnahme pädophiler Netzwerke auf den DKSB der 1980er Jahre beschäftigt sowie über künftige Handlungserfordernisse für die Kinderschutzarbeit im DKSB gesprochen. Die AG Aufarbeitung unseres Verbandes, der auch der Geschäftsführer unseres Ortsverbandes, Dieter Kaiser, angehört, hatte diese Tagung organisiert und wird sich nun in den nächsten Monaten intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen. Die nächste Sitzung der AG wird am 28.8.2015 stattfinden. (17.5.2015)

Unser Foto zeigt die Mitglieder der AG Aufarbeitung auf der Fachtagung im Mai 2015 (v.l.nr. Herbert Stelter, Vorsitzender DKSB Landesverband Hamburg; Prof. Dr. Sabine Andresen, Vizepräsidentin unseres Bundesverbandes, Martina Huxoll-von Ahn, stellvertretende Geschäftsführerin LV NRW; Dieter Kaiser, Geschäftsführer Ortsverband Münster; Cordula Lasner-Tietze, stellvertretende Geschäftsführerin unseres Bundesverbandes; Susanna Kaiser, Vorsitzende LV Bayern; Dietmar Siegert, Geschäftsführer OV Krefeld und Iris Krämer, Vorsitzende LV Baden-Württemberg).

• Zum am 14.05.2015 veröffentlichten Bericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung „Umfang, Kontext und Auswirkungen pädophiler Forderungen innerhalb des Deutschen Kinderschutzbundes“ haben wir auf dieser Homepage (unter „Aktuelles“ und im Menüpunkt „Aufarbeitung Pädosexuelle Gewalt“; s.o. ) am 17.5. ein erstes Statement hierzu abgegeben. Anschließend haben wir uns mit diesem Bericht insbesondere mit dem Blickpunkt auf unseren Ortsverband und unter den Fragestellungen auseinandergesetzt, ob er Informationen enthält, die uns nicht bekannt waren und ob er Hinweise darauf gibt, welche in den 80er Jahren im DKSB vorhandenen Strukturen, Konzepte und Rahmenbedingungen die die damals von DKSB-Mitarbeiter*innen in Münster und in acht anderen DKSB-Orts- und Kreisverbänden gegen Kinder und Jugendliche verübten Verbrechen begünstigt bzw. ermöglicht haben. Seit heute finden Sie auf dieser Homepage unter Downloads  eine ausführliche Stellungnahme unseres Ortsverbandes zum genannten Bericht. Darin informieren wir auch über ein Gesprächs- und Hilfsangebot unseres Bundesverbandes an die Betroffenen.(17.5.2015)

 

• Am 14.5. hat das Göttinger Institut für Demokratieforschung in Berlin seinen Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Umfang, Kontext und Auswirkungen pädophiler Forderungen innerhalb des Deutschen Kinderschutzbundes“ vorgelegt. Eine Pressemitteilung unseres Bundesverbandes anlässlich der Vorstellung des Berichts finden Sie unter Stellungnahme

Wie wir an anderer Stelle im Menüpunkt „Aufarbeitung Pädosexuelle Gewalt“ berichtet haben, haben wir als Ortsverband des DKSB die Untersuchung des Instituts begrüßt und unterstützt, insbesondere deshalb, weil in den 80er-Jahren ein damaliger ehrenamtlicher Mitarbeiter unseres Vereins ihm anvertraute Jugendliche sexuell missbraucht hat. Zum einen enthält der soeben vorgelegte Bericht Informationen zu Vorgängen insbesondere in den 80er-Jahren, über die wir bisher nicht verfügt haben. Zum anderen zeigt er wie erhofft auf, welche Strukturen und Rahmenbedingungen damals im Verband dazu beigetragen haben, dass pädophiles Gedankengut und pädosexuelle Handlungen im DKSB möglich waren.

Wir werden uns in den nächsten Wochen in unserem Ortsverband intensiv mit dem Bericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung auseinandersetzen. Eventuelle Anregungen aus diesem Bericht zur Überprüfung und eventuell Weiterentwicklung derzeit bei uns bestehender (und seit Mitte der neunziger Jahre in unserem Verein eingeführten und im Laufe der Jahre weiter ausgebauten) Strukturen, die sexuelle Übergriffe auf Kinder durch eigene MitarbeiterInnen möglichst verhindern sollen (s. hierzu den o.g. Menüpunkt „Aufarbeitung …“), werden wir aufgreifen.

Im Menüpunkt „Aufarbeitung Pädosexuelle Gewalt“ dieser Homepage werden wir im Anschluss daran nähere Informationen über unsere Einschätzung und Aktivitäten geben. Dann werden wir auch die in Münster  Betroffenen konkret ansprechen. Diese haben bereits jetzt die Möglichkeit, sich an die Bundesgeschäftsführung des Deutschen Kinderschutzbundes in Berlin – Paula Honkanen-Schoberth und Cordula Lasner-Tietze – zu wenden (honkanen-schoberth@dksb.de  und lasner-tietze@dksb.de ). (14.5.2015/Anmerkung; zwischenzeitlich ist Paula Honkanen-Schobert in den Ruhestand gegangen und Cordula Lasner-Tietze Bundesgeschäftsführerin geworden)