Kinderschutzbund Münster beteiligte sich an Fridays-for-Future-Demo

Mit der Teilnahme mehrerer unserer haupt-und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen an der heutigen Demonstration für den Klimaschutz von Fridays for Future in der Münsteraner Innenstadt (unser Foto -s.u.- zeigt einen Teil der Gruppe vor Beginn der Demonstration) haben wir die Notwendigkeit deutlich gemacht, die politischen, sozialen und vor Allem ökologischen Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und insbesondere endlich wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Kinder haben das Recht auf eine gesunde Umwelt. Da Kinder stärker als Erwachsene unter den Gefahren durch Umweltverschmutzung leiden, hat der Staat eine besondere Schutzpflicht gegenüber Kindern und Jugendlichen, wenn ihre Rechte durch starke Umwelteingriffe bedroht sind.

Es ist für uns selbstverständlich, dass Kinder und Jugendliche ihr in der UN-Kinderrechtskonvention (diese feiert in diesem Jahr in Deutschland ihr 30-jähriges Jubiläum) garantiertes Recht auf Meinungs-und Versammlungsfreiheit auch im Rahmen von Fridays-for-Future-Demonstrationen wahrnehmen. In einer Stellungnahme der National Coalition Deutschland (dies ist ein Netzwerk  zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, dem auch der Kinderschutzbund angehört) heißt es darüber hinaus: „es genügt aber nicht, den Kindern und Jugendlichen eine eigene Meinung zuzubilligen und ihnen zuzuhören, sie müssen auch maßgeblich an Entscheidungen mitwirken können, die ihr gegenwärtiges und zukünftiges Leben betreffen“. Dieses Recht der Kinder und Jugendlichen, an Entscheidungen, die sie betreffen, gemäß ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden, ist für uns ein weiteres unverzichtbares Recht, das in der UN-Kinderrechtskonvention niedergeschrieben ist.

Die Stellungnahme der National Coalition konkretisiert das oben genannte Recht der Kinder und Jugendlichen auf eine gesunde Umwelt: „alle jungen Menschen haben das unveräußerliche Recht, dass ihre Generation und künftige Generationen auf dem Planeten in menschenwürdiger Weise weiterleben oder neues Leben beginnen können. In diesem Sinne setzt sich die National Coalition in Deutschland für ökologische Kinderrechte ein und betont das Recht der jungen und künftigen Generationen, in einer gesunden und lebenswerten Umwelt zu leben“.

Schließlich heißt es in der Stellungnahme: „viele von Armut betroffene Kinder sind so sehr von der Sorge um den täglichen Lebensunterhalt in Anspruch genommen, dass sie sich kaum um ihre Zukunft kümmern können. Dies unterstreicht, wie dringlich es ist, die ökologische Frage mit der sozialen Frage zu verbinden, der rapide wachsenden sozialen Ungleichheit entgegenzuwirken und für soziale Gerechtigkeit innerhalb unseres Landes und zwischen dem globalen Norden und Süden zu sorgen“.

Der Münsteraner Kinderschutzbund wird sich auch in Zukunft für die Gewährleistung der in der UN-Kinderrechtskonvention garantierten Kinderrechte einsetzen – in der Stadt Münster und bundesweit, zum Beispiel für die Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung.